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Ausgabe 10/2012
Feliciano Gialdi holt sich den Siegerpokal
Ab September stimmte die Meteo bis zur Ernte. Aus sechs verschiedenen Chargen gab es, nach 16–18 Monaten Ausbau in genau 83 % neuen Barriques, eine grosse Assemblage. Ohne Schönung ging's dann in die 30 000 bereitgestellten Flaschen.
Ausgabe 10/2012
Appenzeller Auswärtsspiel für den Tessiner Vinattieri
Vinattieri goes Dibidäbi! Der Merlot-Superstar aus dem Mendrisiotto war im Appenzellischen zu Gast. Genauer: ob der Gemeinde Schönengrund im Restaurant Hochhamm, etwa 1200 Meter über dem Meer. Als Gäste mit dabei: Die Bürgermeisterin von Schönengrund, Nicole Dreyer. Der Bürgermeister von Mendrisio, Carlo Croci. Die Vinattieri-Besitzer Luigi & Luigino Zanini. Eine Delegation von Tessiner Weinfreunden. Der Chefeinkäufer von Spar, Thomas Dürlewanger, mit Bekannten. Aus der Zentralschweiz Peter Krummenacher und René Gabriel. Auf dem Tisch: 14 Jahrgänge Vinattieri. Auf dem Teller: Appenzeller Köstlichkeiten wie Mostbröckli, Pantli-Tatar, Hackbraten und einheimische Käse. Sind Sie zur Degustation bereit? Dann kann es ja losgehen …
Ausgabe 10/2012
Rote Tessiner 2010Gialdis Sassi Grossi macht das Rennen!
Es ist der erste Montag im September. Wie immer präsentieren fast alle wichtigen Tessiner Winzer den aktuellen Jahrgang im Palazzo dei Congressi in Lugano. Der Andrang war in anderen Jahren auch schon grösser. So gesehen ist der Menschenandrang auch ein gewisses Barometer für die Konjunktur oder die Qualität des Gebotenen. Und heuer ist von einem Zwischenjahr zu berichten. Ein Weinjahr, dessen generelle Qualitäten unter dem genialen Vorjahrgang 2009 und dem folgenden, vielversprechenden 2011er etwas leiden. Doch wer den 2010er ignoriert und sich nicht die Mühe macht, den einen oder anderen zu degustieren, der verpasst Rotweine, die schon früh viel gastronomischen Spass bereiten werden.
RG. – An diesem ersten Septemberwochenende habe ich am Sonntagabend mit Feliciano Gialdi und Guido Brivo in Mendrisio die Platinum-Geschichte etwas genauer unter die Lupe genommen. Dann am Montagmorgen die rund 130 Weine im Palazzo dei Congressi in Lugano verkostet. Weil der Sassi Grossi der absolut beste Wein im Saal war, fuhr ich am Montagnachmittag noch schnell zu dessen Macher Fredy de Martin – wieder nach Mendrisio –, um mit ihm ein Interview zu machen. Am späteren Nachmittag verkosteten wir in Ligornetto die gesamte Zanini- Palette. Am Abend war unsere Truppe zu einem Diner auf Castello Luigi eingeladen. Auf dem Heimweg, zurück in die Innerschweiz, klopften wir noch bei Werner Stucky in Rivera an die Türe und beendeten
somit die umfassenden Verkostungen rund um den Tessiner Jahrgang 2010.
Ausgabe 10/2012
Spaniens JungfernweineDie wichtigsten Debutweine der letzten Jahre
Alljährlich lädt das spanische Handelskonsulat ICEX in Düsseldorf einen kleinen Kreis von Sommeliers zu einer Verkostung der Extraklasse ein. In fünf Flights wurden die wichtigsten Debutweine der letzten Jahre von David Schwarzwälder und Peer F. Holm zusammengefasst und gemeinsam blind verkostet.
Ausgabe 10/2012
«Grüner» und Chardonnay
24 neutrale Karaffen, von 1 bis 24 nummeriert, standen in perfekter Temperatur bereit, als wir in den tiefen Keller vom Caveau in Guevaux (am Murtensee) hinunterstiegen. Dort, wo sonst jeden Freitagabend die besten regionalen Vully-Weine in gemütlicher Atmosphäre degustiert und genossen werden können, war ein Aufeinandertreffen von zwei komplett verschiedenen Weinregionen mit völlig unterschiedlichen Rebsorten angesagt: französischer Chardonnay gegen Österreichischen Grünen Veltliner!
RG. – Ein ähnlicher Titanenkampf fand vor mehr als zehn Jahren im Restaurant Korso in Wien statt. Damals waren es unterschiedliche Jahrgänge mit eher reifen Weinen. Ich war auch unter den Degustatoren und hatte leidlich Mühe, diese gereiften Tropfen in «Austria» oder «France» zu separieren. Ich gab die Zuordnung schnell auf und konzentrierte mich auf die Qualitäten. Es waren da sehr namhafte, bekannte Degustatoren dabei. Jeder musste seine Wertungen abgeben und dann wurde eine Rangliste erstellt. Um es vorwegzunehmen: Es war ein triumphaler Sieg der Wachauer Weine. Ganz teure, rare Burgunder landeten auf schwachen, kopfschüttelnden Positionen, wie sie bei Sportanlässen unter «ferner liefen» aufgeführt werden. Prominentestes Opfer damals: der Montrâchet von der Domaine de la Romanée-Conti!
Ausgabe 10/2012
Cos-Generaldirektor Jean Guillaume Prâts extra früher von China zurück …

Ausgabe 10/2012
Markus Molitor mit seiner 2003er Riesling Auslese, Graacher Himmelreich

Ausgabe 10/2012
20 Jahre WeinWisserDrei Grossartige Winzer beim WeinWisser-Geburtstag
Warum «der» Mosel-Rieslingwinzer sich in den Pinot Noir vernarrt hat … Warum der Château Cos d'Estournel 1995 sein eigenes Holz ass … Warum Leonardo Raspini den Ornellaia 2004 ganz alleine machen musste … René Gabriels Kostnotizen im lockeren Wechsel mit denen von Jürgen Schmücking (JS), der als Gast dabei war und spontan seine sehr kenntnisreichen Eindrücke schickte. RG/JS. – Bevor wir im Saal vom Hotel Crowne Plaza in Zürich zur Jubiläumsfeier Platz nehmen, drehen wir das Rad um 20 Jahre zurück. An vielen Karfreitagen ist eine Truppe von Weinfreunden bei Weinfreund Hannes Scherrer («Die 200 besten Bordeaux») in seinem Haus am oberen Zürichsee eingeladen. Es wird viel über Wein gesprochen und irgendwann auch über Publikationen. Es sei einfach für den angefressenen Weinfreund wenig Literatur auf dem Markt. Und das Vinum bringe eh nur jene Weine, die irgendwie auch mit einem Insertionsauftrag zusammenhängen. Parker ist – im Jahr 1992 – erstmals in aller vinösen Leute Munde. Aber für Weinfreaks, die grosse Weine in Deutsch lesen möchten, gäbe es einfach nichts. Besonders nicht für jene, welche mit den neuen üppigen Hammer-Bolidenweinen nicht so viel am Hut hätten …
Ausgabe 9/2012
Robert König: Roter Kabinett vom Spätburgunder
Das 7-ha-Weingut Robert König aus Assmannshausen kannte ich bislang nicht. Auf der Mainzer Weinbörse im Mai aber fiel mir der Spätburgunder Kabinett trocken auf, zunächst wegen seiner antiquierten Bezeichnung, dann aber vor allem aufgrund seines ausgezeichneten Geschmacks und des Preises: Neun Euro für einen wirklich bemerkenswert leichtfüssigen Burgunder. Auch die trockene Spätlese gefiel, während mich der Stolz des Hauses, die Auslese trocken, nicht überzeugte.
