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Ausgabe 3/2013
Gute Frage:
(SK) – Über junge Weine kann man viel lesen. Fachpresse und Internet-Blogs quellen über von Verkostungsnotizen. Die Vorstellung des neuen Jahrgangs auf den Bordeaux-Châteaux löst mittlerweile journalistische und merkantile Völkerwanderungen aus. Die gewonnenen Erkenntnisse sind insgesamt von erstaunlicher Präzision, auch wenn man natürlich nicht jede vor der Zusammenstellung der endgültigen Cuvée getroffene Festlegung auf die Goldwaage legen darf.
Die Wirkung der Einstufungen war in der Vergangenheit enorm. Insbesondere der bisherige Godfather dieses Spiels, Robert M. Parker aus Monkton bei Baltimore, konnte mit einer überzeugend platzierten Höherstufung auch bei bis dato weniger renommierten Gütern eine Himmelfahrt einleiten und mit ein paar Punkten weniger als gewohnt aus dem Tiger des Vorjahrs einen Bettvorleger machen.
Ausgabe 3/2013
In hoc signo vinces
(AP) – Auch nach über 130 Jahren prägen Name und Geist von Adriano Ramos Pinto noch massgeblich das Unternehmen. Bereits früh erkannte der Gründer 1880, dass er nur über die Kombination «Qualität und Provokation» gegen die grossen, meist englisch dominierten Portweinproduzenten eine Chance haben konnte.
So hat Adriano von Anfang an keine Werbemittel gescheut, um zu provozieren, und dies mit für die damalige Zeit sehr unkonventionellen Mitteln. Zunächst setzte er auf die religiöse Verführung und porträtierte stets leicht bekleidete Damen, die wahlweise dem Teufel oder religiösen Amtsträgern (s)einen Port anboten. Heutzutage würden vermutlich wenige Menschen an dieser Art Werbung Anstoss nehmen, vor gut einem Jahrhundert im erzkatholischen Portugal waren solche Bilder skandalös – machten aber die Firma auch ausserhalb von Portugal schnell bekannt. Bis in die heutige Zeit geht die Produktion der immerhin 1,1 Millionen Portweinflaschen im Wesentlichen an den Heimatmarkt Portugal, nach Brasilien, Frankreich und in die USA. Ramos Pinto ist aber insgesamt derzeit in 60 Ländern präsent und gehört seit 1990 zur Roederer-Gruppe.
Ausgabe 3/2013
Einsame Zeder, unfilteredBei Newton Vineyard im sonnigen Kalifornien
(TT) – Jeder Weintrinker kennt sie: Schlüsselerlebnisse. Eine Erfahrung, die das Thema Wein an sich spannend gemacht hat, aber vielleicht auch Momente, die gewisse Weinländer oder Rebsorten in neuem Glanz erstrahlen liessen. Zum Beispiel: die USA.
So hat Adriano von Anfang an keine Werbemittel gescheut, um zu provozieren, und dies mit für die damalige Zeit sehr unkonventionellen Mitteln. Zunächst setzte er auf die religiöse Verführung und porträtierte stets leicht bekleidete Damen, die wahlweise dem Teufel oder religiösen Amtsträgern (s)einen Port anboten. Heutzutage würden vermutlich wenige Menschen an dieser Art Werbung Anstoss nehmen, vor gut einem Jahrhundert im erzkatholischen Portugal waren solche Bilder skandalös – machten aber die Firma auch ausserhalb von Portugal schnell bekannt. Bis in die heutige Zeit geht die Produktion der immerhin 1,1 Millionen Portweinflaschen im Wesentlichen an den Heimatmarkt Portugal, nach Brasilien, Frankreich und in die USA. Ramos Pinto ist aber insgesamt derzeit in 60 Ländern präsent und gehört seit 1990 zur Roederer-Gruppe.
Ausgabe 3/2013
(SA) – Die Gans ist gegessen, der Braten vom Tisch. Alles von den sorgfältig ausgesuchten und perfekt harmonierenden Weinen begleitet. Jetzt ein oller Kaffee zum Dessert? Nicht doch! Bereits Rotkäppchen wusste: Es muss nicht immer Kaffee zum Kuchen sein! Und Süsswein trägt ja nicht umsonst auch den Namen Dessertwein.
Vor vielen, vielen Jahren sass ich mit meiner Mutter in einem winzigen Bistro an einem Hafen in Südfrankreich. Die Karte bestand nur aus Kuchen und Wein. Wein und Kuchen? Der Kommentar meiner Mutter: «Oh, these french … how lovely!»
