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Ausgabe 6/2013
Der Einfluss von Mineralien im Wein
(TT) – Wein besteht zu 85 % aus Wasser – genauer gesagt aus Mineralwasser. Es ist daher naheliegend, dass die Zusammensetzung des Wassers einen signifikanten Effekt auf den Wein hat. Einen sehr unterschiedlichen noch dazu, denn die Inhaltsstoffe des Wassers werden stark von der jeweiligen Bodenbeschaffenheit bestimmt, wobei Böden von Weingebiet zu Weingebiet, ja von Weinlage zu Weinlage sehr unterschiedlich sein können. Trotzdem steckt die Erforschung dieser Zusammenhänge noch in den Kinderschuhen.
Welche Auswirkungen hat also die unterschiedliche
Zusammensetzung dieser
Flüssignahrung und welche Wirkung hat
die mal länger, mal kürzer dauernde Verdunstungszeit
des Wassers in den Beeren?
Auf diese Fragen versucht der sehr wissbegierige französische Winzer Xavier Vignon seit 2003 Antworten zu finden. Xavier Vignon ist seit 15 Jahren als Winemaker auf verschiedenen Domaines von Châteauneuf-du-Pape beschäftigt und besitzt seit 2002 auch ein eigenes Weingut. Er hält den Einfluss der unterschiedlichen Mineralsalze im Wein für enorm, aber bislang zu wenig beachtet. Deshalb engagiert er sich in zahlreichen Recherchen und Studien zu diesem Thema.
Ausgabe 6/2013
Weingut PrielerWunderbares aus dem Burgenland
(SA) – Das Burgenland bietet eine höchst aussergewöhnliche Landschaft. Dies erkannte ich, obwohl bei meinem Besuch alles in dichten Nebel getaucht war. Der Nebel verlieh der Landschaft etwas geradezu Mystisches. Vielleicht war der Nebel auch egal und ich einfach nur besonders euphorisch, denn in meinen Adern fliesst ein bisschen österreichisches Blut – und viel österreichischer Wein.
Ausgabe 6/2013
RoussillonDer Jahrgang 2011: gute Aussichten
(SK) – Die Schönheit der Region zwischen dem häufig noch im Frühsommer weiss überstäubten Mont Canigou und der heissen Mittelmeerküste kann einem manchmal den Atem nehmen. Aber um Landschaften, die kurz vor dem eigentlichen «Ziel» liegen, kümmert sich keiner so recht. Für das Roussillon, das faszinierende Weinbaugebiet im Hinterland von Perpignan, kurz vor dem Übergang ins Land der Toreros und des bisweilen extraterrestrischen FC Barcelona, gilt das in besonderem Masse. Leider auch bezüglich seiner Weine, und das ist ungerecht!
Ausgabe 6/2013
Masseria del Feudo Im Wein reiner Biobetrieb. Als einer der wenigen Qalitätsweinerzeuger ist Masseria del Feudo ein klassischer sizilianischer Landwirtschaftsbetrieb mit Rindern, Oliven, Schafen, Pfirsichen – und eben auch 20 Hektar Wein. Die sympathischen Geschwister Carolina und Francesco Cucurullo führen gemeinsam mit ihren Eltern ihren Betrieb bei Agrigent bewusst mit diesen verschiedenen Standbeinen – einerseits zur Risikostreuung, andererseits aber auch im Bewusstsein der traditionellen sizilianischen Landwirtschaft, die sie mit Bio und Agritourismus neu beleben.
Ausgabe 6/2013
Sizilien: zurück zu WeissEin «Weinkontinent» besinnt sich auf seine Stärken
(CMS) – Gibt es gute Weissweine aus Sizilien? Spätestens seit die Donnafugatas und Planetas mit fülligen Chardonnays internationalen Stils und entsprechendem Knowhow in Sachen Vermarktung auf sich aufmerksam machten, ist das Thema bekannt. Aber ist es auch (noch) interessant? WeinWisser nutzte u. a. die jährliche Jahrgangspräsentation der Winzervereinigung Assovini zu einem Blick hinter die Kulissen und hat Alessio Planeta interviewt.
Hand aufs Herz: Wer weiss, ob es mehr Rot- oder mehr Weisswein auf Sizilien gibt? Die Antwort ist: weiss. Und das galt vor hundert Jahren genauso wie heute, allerdings hat sich der Anteil der Rotweine von unter zehn Prozent (!) auf jetzt ca. 38 Prozent erhöht. Nur ist – wie immer – auch diese Statistik trügerisch: Denn der hier angebaute Weisswein fand seinen Weg ganz überwiegend in den heimischen Süsswein Marsala, in Tanklastzügen aufs italienische Festland oder noch weiter in den Norden, wo er als Grundwein von Sekt, Wermut und anderen Getränken verwendet wurde. So blieb der Weinfreund früher meist vom Weissen aus Sizilien verschont, und das war auch gut so, denn die Qualität war allenfalls durchschnittlich, sofern man von «Qualität» überhaupt sprechen mochte.
Ausgabe 6/2013
FriaulItaliens Weissweinparadies zeigt Flagge
(WH) – Silvio Jermann, Mario Schiopetto und Livio Felluga machten die Region mit grossartigen Weinen berühmt. Heute ist die Spitzengruppe deutlich grösser geworden, auch wenn etliche Namen in Deutschland immer noch nicht so bekannt sind, wie sie es verdient hätten. Beim Verkostungszug durch die weissen Gewächse der Region standen zwar nicht alle verdienstvollen Flaschen auf dem Tisch, aber für über 50 Tipps reicht es dennoch problemlos.
