Artikel
Ausgabe 10/2013
Tessin 2011
Draussen hingen noch die Trauben in den Rebbergen bei der Fahrt von der deutschen Schweiz ins Tessin. Wie der 2013er wird, weiss man somit noch nicht. Wenn es wieder ein ganz guter Jahrgang wird, dann bestätigt sich die Theorie, dass es den Winzern in der italienischen Sonnenstube der Schweiz praktisch im Rhythmus von zwei Jahren gelingt, einen grossen Jahrgang in die Flaschen zu füllen. So geschehen 2003, 2005, 2007 und 2009. Und auch beim 2011er ist es um die Qualität sehr gut bestellt.
Ausgabe 9/2013
WeinfehlerVon echten Stinkern und falschen Fehlern
Der Begriff Weinfehler ist sehr endgültig und lässt keinerlei Spielraum für Interpretationen oder subjektive Nuancen. Da Fehler immer mit etwas Negativem assoziiert werden, müsste man nach dieser Logik einen Wein ohne Fehler immer vorziehen. Eigentlich. Die allgemein akzeptierte Wahrheit ist jedoch, dass gewisse Weinfehler die Identität bestimmter Weine geradezu prägen! Sie werden von ihnen erwartet und man wäre enttäuscht, wären sie nicht vorhanden.
Ausgabe 9/2013
Aus dem Weinberg: Pflanzenschutz
Monster in den Rebgärten lauern auf ihre Chance, Winzer lauern auf diese Monster. Echter und Falscher Mehltau, Essigfäule, Esca, Botrytis, der Traubenwickler – mit diesen Übeltätern ist jeder Weinproduzent per Du. Und langjährige Feindschaften wollen gepflegt sein. Ignorieren ist keine Lösung, wenn Wein und nicht Essig das Ziel des Schaffens ist. Kurz: Es geht nicht ohne Pflanzenschutz. Blieben die Reben sich selbst überlassen, wäre die kommerzielle Weinerzeugung in unseren Breiten schlicht unmöglich.
