Artikel
Ausgabe 1/2013
Jahresringe der Eiche 1979–2006
Zuerst mal für Kalifornien-nicht-sogut-
Kenner: Es gibt zwei Weine unter dem Namen Silver Oak. Beides sind Cabernets. Einer stammt aus dem Alexander Valley. Dieser ist etwas günstiger und wird um 70 US-Dollar gehandelt. Der Napa – und von dem wird in diesem Artikel fortan die Rede sein – ist etwas teurer, nämlich so um 100 amerikanische Dollars.
(RG) – Und vielleicht tut man ihm gerade deshalb unrecht, wenn man den etwas prestigeträchtigeren Napa mit den allerbesten Kaliforniern vergleichen will. Denn alle anderen Konkurrenten sind teurer! Somit würde ich ihn lieber in einem Mix von populär, beliebt und attraktiv beschreiben. Denn die soeben erlebte Gesamt-Vertikale zeigt, dass der Napa-Silver-Oak unter den schwierigen Jahrgängen extrem leidet. Selten gelingt es dem Team, wenn die Wetterkonditionen nicht so optimal sind, Weine in die Flaschen zu füllen, die dem grundsätzlichen Renommee dieses Weingutes gerecht werden. Also müssen wir hier vielleicht von einem gewissen Terroirmanko sprechen und den kleineren Jahrgängen lediglich maximal die Bronzemedaille verleihen. Dabei sollte dies nicht sein. Die Lage der Rebberge ist hervorragend und verlieh dem Brand bei der Entstehung sogar den Namen. Denn die mit einem viereckigen, markanten Holzturm versehene Winery liegt zwischen dem Silverado Trail und Oakville.
Ausgabe 1/2013
Ganz ohne Telefonjoker an die SaarGünther Jauch und das Weingut von Othegraven
Wenn ein Prominenter ein Weingut kauft, hat dies immer einen gewissen Reiz für die Boulevard-Presse. Im Falle von Günther Jauch und dem Riesling-Weingut von Othegraven in Kanzem an der Saar etwa im Sinne von «Gelangweilter Kult-Moderator kauft sich ein Männerspielzeug …» oder so ähnlich. Der Weinlakai konnte nun vor Ort ein ganz anderes Bild von dem Inhaber gewinnen.
(TT) – Zum einen war das Weingut schon früher im Besitz der Familie, zum anderen ist Günther Jauch in die Belange des Betriebs erstaunlich tiefgehend involviert. Von einem lässigen Hobby so nebenbei kann nicht die Rede sein. Es geht ihm vielmehr um die Wahrung einer Familientradition und den Aufbau einer profitablen Unternehmung. Unterstützt wird er dabei vor allem durch seine Frau Thea Sihler sowie den erfahrenen Weinmacher Andreas Barth, der für alle Belange im Weinberg und -keller als Geschäftsführer verantwortlich zeichnet. Der Weinlakai traf alle drei zum Interview.
Ausgabe 1/2013
Saffredi: Grosse Leistung – (noch) sehr fair im Preis!
Geppetti, Pupille, Saffredi! Das ist die Erfolgsformel für einen grossartigen Maremma Rosso. Beginnen wir nach dem Motto: the Lady first! Es geht um Elisabetta Geppetti (ca. 34 000 Google-Ergebnisse). Die erste Präsidentin des Consortium Morellino di Scansano und auch die, die vom «Feinschmecker» als erste Frau als «Winemaker of the Year» ausgezeichnet wurde.
(RG) – Sie ist die Gründerin und Besitzerin der Fattoria le Pupille (ca. 137 000 Google-Ergebnisse) in der Maremma, genauer gesag tin der Ortschaft Grosseto. Dort werden sieben verschiedene Weine produziert: Morellino, Poggio Valente, Poggio Argentato, Solalto, Rosa Mati. Während es in Italien kriselt, scheint der beliebte Pelofino sich nach wie vor wie warme Semmeln zu verkaufen.
Ausgabe 1/2013
Impériale-Metzgete: Grosse Flaschen und viel Schweinefleisch
Der Event war Tradition. Viele Jahre lang öffneten wir im Rütli in Zug grosse Weinflaschen für Kampftrinkerinnen und Kampftrinker. Und Wirt Otto Zenger kochte mit einer Crew jeweils ein ausgiebiges Metzgete-Menü.
(RG) – Blut- und Leberwürstli, geräuchter und gesalzener Speck, Bratwurst mit Zwiebelsauce, Rippli mit Sauerkraut und Leberli mit Madèresauce. Dann konnte man sich noch ein grosses Stück vom Alpkäse vom Haslital holen, der stammte von Ottos Leasingkühen. Und zum Sauternes (1999 Château Climens, Barsac) gab es noch ein Öpfelküechli mit Vanillesauce, bevor sich jeder Gast noch ein gut gestampftes Kafi-Lutz bestellen durfte. Sie merken es, ich schreibe in der Vergangenheit, denn diese Metzgete sollte die letzte in dieser Form gewesen sein. Mal schauen, denn das Bedauern der Teilnehmer dieser Runde scheint relativ gross zu sein, und grosse Flaschen hätte ich noch viele …
Ausgabe 1/2013
Domaine Ponsot«Clos des Monts Luisants» 1959–2008
(SN) – Jeder Weinnarr sucht irgendwann nach dem einzigartigen, unverkennbaren, ganz besonderen, wandelhaften, ehrlichen, freakigen, kurzum: ganz einfach nach dem Wein, der so perfekt und aussergewöhnlich ist, dass er vom ersten Schluck an Kultstatus besitzt.
Ausgabe 12/2012
Prickelnd4 Franciacorta fürs Feste Feiern
(SR) Irgendwie sind die Flaschen, darunter gleich drei 2004er Jahrgangsspumanti, einige Monate lang übersehen worden, da sie mit neuen Mustern zugestellt wurden und aus dem Blickfeld gerieten. Doch nun standen sie plötzlich da in ihrer vollen Pracht und liessen keinen Grund erkennen, sie nicht gleich zu entkorken.
Dass man es nicht nur in der Champagne versteht, Feste mit heimischen Schaumweinen zu feiern, sondern auch zum Beispiel in Italien, ist bekannt. Falls Sie also mal etwas anderes trinken möchten als Champagner, so empfiehlt sich das folgende Quartett aus der DOCG-Region Franciacorta.
